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Hilfe! Mein Hund hat Angst vor dem Besuch

Datum: 28. April. 2020

Ob Familie, Freunde oder der Nachbar von nebenan: Sobald die Haustür klingelt fängt das Gebelle an. Setzt der Besuch den Fuß ins Zuhause oder geht einen Schritt auf Ihren Hund zu, sucht dieser die Flucht. Viele Hundebesitzer haben ängstliche Haustiere. Es liegt in solchen Fällen bei Ihnen, Ihrem Hund die Angst zu nehmen.

Die Angst verstehen

Es ist wichtig, die Ursachen für die Ängste des Hundes zu verstehen. Nur so verhelfen Sie dem Vierbeiner Schritt für Schritt zu einem angstfreien Leben. Häufig ist es die Kombination aus zwei oder mehreren Faktoren. Genetische Faktoren wie die Hunderasse spielen meist mit den Erfahrungen des Tieres zusammen und bilden die perfekte Voraussetzung der Angstbildung. Ein Treibhund wie der Australian Shepherd ist von Natur aus robust und muss bei seiner Arbeit visuelle sowie akustische Reize ausblenden. Ein Hütehund hingegen ist darauf gezüchtet, stets auf der Hut zu sein und schnell zu reagieren. Daher sind diese Hunderassen schneller zu traumatisieren als andere. Die angezüchteten Eigenschaften eines Hundes geben also Aufschluss darüber, ob Ihr Hund anfällig auf Angstverhalten ist oder nicht. Die ersten Wochen eines Welpen sind die wichtigsten. Denn in diesen Wochen sammelt der Hund Erfahrungen, die ihn für sein ganzes Leben prägen. Sie beobachten die Mutterhündin und schauen sich die Reaktionen von Umwelteinflüssen ab. So ist es wahrscheinlicher, dass ein Welpe, der eine ängstliche Mutter hatte, später auch Angstverhalten zeigt.

So nehmen Sie Ihrem Hund die Angst

Sind Sie den Ursachen auf den Grund gegangen, ist es an der Zeit, dem Vierbeiner Schritt für Schritt die Angst zu nehmen. Das Wichtigste ist dabei das Vertrauen zu Ihnen. Ihr Hund sollte Ihnen vertrauen können. Das erreichen Sie häufig durch berechenbares und liebevolles Verhalten ihrerseits.

Machen Sie Ihrem Hund durch klare Regeln und Konsequenzen klar, dass Sie die Entscheidungen treffen und diese auch wenn nötig durchsetzen. Überfordern Sie Ihren Hund dabei nicht und verlangen Sie nicht zu viel. Das Erzwingen von unlösbaren Situationen stört das Vertrauen zu Ihnen. Bieten Sie Ihrem Liebsten in schwierigen Momenten Schutz und zeigen Sie Ihm dadurch, dass Sie im Notfall für ihn da sind. Bringen Sie den Hund kontrolliert und schrittweise mit den Reizen in Kontakt. Das Wichtige: Gestalten Sie diese positiv, indem Sie ihn mit großem Abstand zur Gefahr streicheln oder die Situation mit einem Spiel verbinden. Verringern Sie den Abstand zum auslösenden Reiz allmählich und unterbrechen Sie das Training, wenn nötig rechtzeitig. Zuletzt ist es wichtig, Ihrem Haustier genug Zeit zur Verarbeitung der Erfahrung zu geben. Pausieren Sie das Training für zwei Tage bis Sie fortfahren.

Wenn Sie diese Aspekte beachten, ist es nur noch eine Frage der Zeit bis Sie unbeschwert Besuch empfangen können.

Bilderquelle: Photo by Mike Burke on Unsplash

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